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Dokumentation/Portfolio

Beobachtung und Dokumentation

Um Entwicklungen der Kinder genau beobachten zu können und unser weiteres pädagogisches Planen verwenden wir die Beobachtungsbögen SISMIK, SELDAK, PERIK und KOMPIK (Auszüge).

 

  • SISMIK (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern)

Den Beobachtungsbogen verwenden wir, um den Sprachstand von Kindern, deren beide Eltern nichtdeutschsprachiger Herkunft sind, zu überprüfen.

 

Mit Hilfe dieses Verfahrens wird entschieden, ob dem Kind der Besuch eines Vorkurses „DEUTSCH 240“ empfohlen wird.

 

  • SELDAK (Sprachentwicklung + Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern)

Für alle deutschsprachig aufwachsenden Kinder erheben wir den Sprachstand anhand des Beobachtungsbogens SELDAK. (Sprachentwicklung und Literacy)

 

Dieser wird ab der ersten Hälfte des vorletzten Kindergartenjahres vor der Einschulung gemacht. Anhand des erhobenen Sprachstandes wird gemeinsam mit den Eltern entschieden ob und welche Fördermaßnahmen empfohlen werden. (Logopädie, gezielte Sprachförderung evtl. auch Vorkurs „DEUTSCH 240“ ).

 

  • PERIK

Den Beobachtungsbogen PERIK (Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag) verwenden wir für unsere 3 –6 jährigen Kinder. Perik ist ein Bogen zur Beobachtung der sozial-emotionalen Entwicklung. Eine gelingende sozial-emotionale Entwicklung ist für Kinder auf verschiedenen Ebenen von besonderer Bedeutung: Sie ist die Basis für subjektives Wohlbefinden, für eine erfolgreiche Regulation von positiven und negativen Gefühlen, für befriedigende Beziehungen zu anderen Kindern und zu Erwachsenen. Darüber hinaus sind sozial-emotionale Kompetenzen wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.

 

Der Bogen erfasst sechs Basiskompetenzen: Kontaktfähigkeit, Selbststeuerung/ Rücksichtnahme, Selbstbehauptung, Stressregulierung, Aufgabenorientierung, Explorationsfreude. Diese Bereiche (und die dazugehörigen Fragen) haben sich in unseren empirischen Untersuchungen als zentral erwiesen. Wichtige theoretische Grundlagen des Bogens sind: Forschung über "Seelische Gesundheit", Resilienzforschung sowie Forschungsarbeiten zur Wichtigkeit sozial-emotionaler Kompetenzen für den Schulerfolg.

 

Portfolio

Das Portfolio ist eine wertvolle Grundlage für die Arbeit zwischen dem Kind, den Eltern und den Pädagoginnen. Das Wort Portfolio kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Begriffen „portare = tragen“ und „folium = Blatt“ zusammen.

 

Das Portfolio dokumentiert die Lernentwicklung des einzelnen Kindes. Idealerweise soll es die Kinder während der ganzen Kindergartenzeit begleiten. Kinder, Eltern und Pädagoginnen bekommen einen konkreten Überblick über das individuelle Lernen des Kindes, den (Kindergarten-) Alltag und die Aktivitäten im Kindergarten und deren Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum des Kindes.

 

Im Portfolio wird im Prinzip all das zusammen getragen, was die Entwicklung und die Lebenswelt des Kindes im Kindergarten veranschaulicht. Dies können sein:

  • Fotos vom Kind in unterschiedlichen Situationen
  • Kommentare des Kindes zu den Fotos
  • Selbstporträts
  • Kunstwerke des Kindes
  • Seiten über MICH ( „Das bin ICH“, „so gefällt es mir im KIGA“, „so verkleide ich mich bei Fasching“)
  • Seiten über Projekte in der Einrichtung
  • Kinderinterviews
  • Briefe an das Kind z. B. „Erster Kindergartentag“ oder zwischendurch geschriebenes bei schönen Begebenheiten
  • gesammelte Objekte, Eintrittskarten, Postkarten, Prospekte, Mitbringsel aus dem Urlaub
  • Bildungs- und Lerngeschichten

 

Möglich sind auch:

  • Familienseiten von der Familie gestaltet
  • Fotos aus dem Urlaub
  • Briefe von Ihnen an Ihr Kind


Vorteile für Eltern und Pädagoginnen:

Diese anschauliche Form der Dokumentation bietet einen umfangreichen Einblick in die Arbeit der Pädagoginnen und in den Alltag des Kindergartens. Es ist die Gesprächsgrundlage über die individuellen Entwicklungs- und Lernschritte des Kindes und dient, den Kontakt und der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und dem Kindergarten zu pflegen.


Vorteile für die Kinder:

Das Portfolio orientiert sich stets an der positiven Entwicklung des Kindes und begegnet dem Kind mit Wertschätzung und Achtung. Die Lerngeschichte des Kindes wird festgehalten und individuelle Entwicklungsschritte werden für und mit den Kindern erarbeitet. In den Momentaufnahmen werden wertvolle Erinnerungen für das Kind gesammelt und regen beim gemeinsamen Betrachten zum Erzählen bzw. zur Wiederaufnahme und Fortsetzung der Aktion an.

 

Stärken und Schwächen erkennen

Anhand der Beobachtungen können Stärken und Schwächen der Kinder erkannt werden und entsprechend können Fördermaßnahmen in die Wege geleitet werden, bzw. interessensorientiert gearbeitet werden.

 

Die Lernprozesse jedes Kindes sind einzigartig und hier hilft das Portfolio, die Entwicklung und die Art des Lernens des Kindes zu erkennen und zu verdeutlichen. Beiträge aus dem familiären Umfeld des Kindes sind immer erwünscht.

 

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